FIND YOUR WILD: Das Oldenburger Filmfest 2022 | ICH LIEBE OLDENBURG

Kulturszene

FIND YOUR WILD: Das Oldenburger Filmfest 2022

Melina Sep 6, 2022

FIND YOUR WILD: Das Oldenburger Filmfest 2022

Rollt den roten Teppich aus und schmeißt die Popcorn-Maschine an! Endlich ist es wieder soweit: Vom 14. bis zum 18. September öffnet das Oldenburger Filmfest seine Tore! In diesem Jahr werden unter dem Motto „FIND YOUR WILD“ ca. 45 Filme in insgesamt 70 Vorstellungen präsentiert. Unter diesen befinden sich natürlich auch wieder viele Premieren- wie zum Beispiel der Film „Zoo Lockdown“ von dem österreichischen Regisseur Andreas Horvarth. Übrigens: Aus einem raffinierten Zusammenschnitt einzelner Szenen vom „Zoo Lockdown“ besteht auch der offizielle Trailer des Filmfestivals.

Wir waren ganz exklusiv für euch bei der Pressekonferenz im wunderschönen Casablanca: Welche fantastischen Werke beim Filmfest noch über die Leinwand flimmern, lest ihr hier in unserem Blogbeitrag!

Das 29. Oldenburger Filmfestival steht schon in den Startlöchern und hat auch in diesem Jahr wieder einige coole Acts für euch parat. Als Locations sind neben dem Theater Hof/19, dem Cine K und dem Casablanca, auch das Horst-Janssen-Museum und natürlich wieder die JVA für euch geöffnet! Das Museum ist als Zentrum der Feier angesetzt und dient unter anderem als Presse- und Gästelounge. Das wirklich breit gefächerte Feld an Eventplätzen soll vor allem die Künstler*innen und Besucher*innen näher zusammenbringen. Mindestens genauso vielseitig und bunt ist das Angebot an cinematischen Meisterwerken, die auf den Leinwänden präsentiert werden.

Neuerungen gibt es natürlich auch im Rahmen der Plakate, T-Shirts und Kataloge. Eins der zwei offiziellen Plakate könnt ihr oben sehen, ebenso das Motto für 2022: „FIND YOUR WILD“. Das Filmfest läuft unter dem Thema der menschlichen Freiheit und nimmt Bezug auf die Einschränkungen während den Corona-Lockdowns. In vielen der Filme erkennt ihr dieses Sujet wieder, wie zum Beispiel in der Weltpremiere „The Black Guelph“.
Der Eröffnungs-Film ist ein preisgekröntes Meisterwerk der Regisseurin Sophie Linnenbaum: Mit „The Ordinaries“ tauchen die Zuschauer in eine fantastische Welt ab, in der die Charaktere wortwörtlich um die Krone der Hauptfigur und um den Ausschnitt aus der Geschichte ringen. Eine unglaublich gut gestaltete Fantasiewelt erwartet euch, in der ihr mit den Figuren ihrem Schicksal entgegen fiebern könnt. Bei der Eröffnung könnt ihr waschechtes Hollywood-Feeling erleben und die Stars des Eröffnungsfilms live auf dem roten Teppich bestaunen.

Noch mehr Film-Preview gibt’s hier:

#The Ordinaries

»The Ordinaries« nimmt das Publikum mit in eine fantastische Welt, unterteilt in eine Drei-Klassen-Gesellschaft. Während die wortwörtlichen Hauptfiguren aufregende Szenen haben, leben die Nebenfiguren ein monotones Leben als Staffage im Hintergrund, indes fristen am Rande der Gesellschaft Menschen mit Filmfehlern ihr Dasein, in ständiger Angst aus der Geschichte herausgeschnitten zu werden.

In dieser Filmwelt will die 16-jährige Paula (Fine Sendel) zur Hauptfigur befördert werden, muss für ihren Traum jedoch erst einmal die entscheidende Prüfung der Großen Gefühle bestehen. Dafür lernt sie gewissenhaft an der Schule für Hauptfiguren – Cliffhanger, Zeitlupe und panisches Schreien beherrscht sie bereits – und versucht, die passende emotionale Filmmusik zu ihrem Monolog erklingen zu lassen. Paulas Vater war selbst eine erfolgreiche Hauptfigur, die beim großen Aufstand der Outtakes vor einigen Jahren ums Leben gekommen ist. Ihre Mutter (Jule Böwe) hingegen ist seit jeher eine Nebenfigur, mit eingeschränkten Dialogen und ohne aufregende Szenen führt sie ein Leben im Hintergrund.

Paulas Suche nach den richtigen Emotionen führt sie und die Zuschauer in eine wirklich fantastische Welt, die von Sophie Linnenbaum mit so viel Liebe zu cineastischen Details gestaltet wurde, dass die Kritik mit fast ungläubigem Staunen auf diesen Film reagierte.

©kino-Zeit

#The Black Guelph

Irland 2022, John Connors (Weltpremiere)
Inspiriert von Dantes Inferno schöpft John Connors – Irlands einziger Filmemacher, der der ethnischen Minderheit der Traveller angehört (Minceir) – aus dem wirklichen Leben, um dem historischen Stillschweigen über die Unterdrückung und den systematischen klerikalen sexuellen Missbrauch von Generationen seiner Sippe eine Stimme zu geben. Graham Earley spielt die Hauptrolle des Canto: ein 30-Jähriger, der mit Drogen dealt, um seine Rechnungen zu bezahlen, und gleichzeitig entschlossen ist, sich als würdiger Familienvater zu beweisen.


 ©imdb.com

#We Don’t Dance for Nothing

USA/China 2022, Stefanos Tai
„La Jetée“ trifft auf „La La Land“ in dem Debütfilm des chinesisch-amerikanischen Filmemachers Stefanos Tai. Die Fotomontage ist ein Liebesbrief an die philippinischen Hausangestellten in Hongkong. Die visuelle Nachbildung wahrer Erinnerungen dieser Gemeinschaft von 400.000 Frauen folgt dem Plan einer Frau, wegzulaufen und der Unterdrückung zu entkommen. Inmitten der Proteste in Hongkong auf Super-16 aufgenommen, mischt Tai Standbilder mit Bewegungen, um die Gefangenschaft dieser marginalisierten Frauen zu unterstreichen und ihre leidenschaftliche Befreiung in die Freiheit hervorzuheben, wenn sie jeden Sonntag an ihrem freien Tag in einem Land weit weg von zu Hause Street Dance tanzen.

 ©imdb.com

#Zoo Lockdown

Österreich 2022, Andreas Horvath
Der österreichische Filmemacher Andreas Horvath hat den Lockdown im vergangenen Jahr zum Anlass genommen, die Tiere im Salzburger Zoo zu beobachten und in der Essenz dieses Films verliert sich die Frage, ob nun Zuschauer das Leben dieser Kreaturen begleiten oder nicht, in Bedeutungslosigkeit. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass ein Leben in Gefangenschaft, ein Leben ohne Freiheit immer der schwerwiegendste Eingriff in das Leben eines Individuums ist. Die Gemeinschaft, oder im Falle des Zoos die Spezies, die es zu schützen gilt, verliert sehr viel ihres theoretischen Gewichts, angesichts der Bilder, die Horvath findet. Nach mehr als zwei Jahren Pandemie mutet der Blick in die Augen dieser Wesen für uns an wie ein Blick in den Spiegel.

 ©Filmfestival Oldenburg

Und der Preis geht an… Natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder viele Awards zu gewinnen. Neben den Preisen für den „Besten-Film“, „Besten Kurzfilm“ und dem Schauspieler-Preis gibt es auch internationale Ehrungen! Der „Spirit Of Cinema Award“ kommt ganz aus der Mongolei und mit dem „Audacity Award“ wird der frechste Filmauftritt belohnt!

Wir sind auf jeden Fall schon super gespannt auf das grandiose Filmfestival Oldenburg 2022 und freuen uns darauf, mit euch zusammen die Kunst des Filmes zu feiern. Seid vom 14 bis zum 18 September in Oldenburg dabei und gönnt euch echtes Hollywood-Feeling!

 ©Filmfestival Oldenburg- We Don’t Dance For Nothing
 ©Filmfestival Oldenburg- The Black Guelph

Der Kartenvorverkauf ist bereits am 2. September online auf www.filmfest-oldenburg.de gestartet! Seit Montag, dem 5. September könnt ihr die Tickets an folgenden Vorverkaufsstellen kaufen:

Festivalcenter
Markt 18
26122 Oldenburg
Tel. 0441-23350642
Mo – Fr | 9 – 13 & 15 – 19 Uhr*
Sa | 12 – 17 Uhr
So | geschlossen

Tourist-Information
Lange Str. 3
26122 Oldenburg
Tel. (0441) 361 613 66
Mo – Fr | 9 – 18 Uhr
Sa | 10 – 16 Uhr

Kulturetage
Bahnhofstr. 11
26122 Oldenburg
Mo & Mi | 10 – 14 Uhr
Fr | 15 – 19 Uhr

Famila Einkaufsland Wechloy
Posthalterweg 10
26129 Oldenburg
Mo – Sa | 8- 20 Uhr
So | geschlossen

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