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Kulturszene

Das war das internationale Filmfest in Oldenburg 2021

Ann-Christin Sep 20, 2021

Das war das internationale Filmfest in Oldenburg 2021

Das größte kleine Festival in Europa

So beschrieb der „Hollywood Reporter“ das Oldenburger Filmfest. Es fand dieses Jahr, vom 15. bis 19. September, in seiner 28. Auflage statt. Oldenburg verwandelte sich also wieder für fünf Tage in ein kleines Hollywood. Diesmal im Stil einer „Festival-Meile“ in der Heiligengeiststraße. Das berühmte Core diente als Festival-Center und nebenan wurde das vor dem Abriss befindliche Stadtmuseum nochmals zum Kinosaal umfunktioniert.  Es war also wieder Zeit für Blitzlichtgewitter, roter Teppich und glamouröse Szenen.

Filmfest startet mit „Leberhaken“

Der deutsche Debütfilm „Leberhaken“ feierte seine Weltpremiere am vergangenen Mittwoch, gemeinsam mit Luise Großmann und Hardy Daniel Krüger als Hauptdarsteller. Der Spielfilm, unter Regie von Torsten Rüther wurde vergangenes Jahr im August, in nur drei Tagen gedreht. Er erzählt die Geschichte eines Schwergewichtchampions, der aufgrund einer Verletzung seine Karriere beenden musste. Gedreht wurde in einem realexistierenden Boxkeller im Berliner Weeding, wo der ehemalige Champion eine junge Frau trainiert.

Wie immer beim Oldenburger Filmfest gab es viel eher Düsteres oder jedenfalls wenig Fröhliches. Thematisiert wurden unter anderem Homophobie und Intoleranz der polnischen Regierung, das Leben auf der Straße in chinesischen Städten, Soldaten oder Serienmörder. Festivalleiter Torsten Neumann sagt: „Das ist so ein Kino, das möglicherweise ganz viele Türen aufmacht für das Arthouse Kino, weil es auch so ein wildes, ungebändigtes Genre-Kino ist. Und wer unser Festival kennt, der weiß, dass wir so was auch immer zelebrieren und spielen.“

Musikalische Abschlussgala im Staatstheater

An dem  krönenden Abschluss des Filmfests war diesmal ein besonderes Ereignis geknüpft. Die Weltpremiere des Films „Maestro“ wurde von einem Sinfoniekonzert begleitet. Im gut gefüllten Staatstheater spielte das Jugendsinfonieorchester Bremen. Aber auch  das filmschaffende Jugendorchester „Siam Sinfonietta“ war vor Ort. Der Film handelt von einem thailändischen Dirigenten, der verwöhnte High-Society-Kinder unterrichten muss. Er entstand im thailändischen Corona-Lockdown und erzählt eine schräge Geschichte eines ziemlich irren Komponisten der die jungen Musiker in einer verfallenen Villa um sich sammelt. Die Hauptrolle spielt Somtow Sucharitkul, der tatsächlich ein berühmter Komponist in Thailand ist und das Drehbuch selbst verfasste.

Rückblickend können nur die Worte vom Filmfestleiter Torsten Neumann nur wiederholt werden: „Die mediale Präsenz wird unserem Filmfest und vor allem dem hier präsentierten unabhängigen Kino eine globale Aufmerksamkeit und Wertschätzung gewähren, die gerade in diesen Zeiten des medialen Wandels ein wich­tiges Zeichen für Filmkultur und Kinos setzen“.

Nähere Infos zu den großen Preisträgern des Filmfests finden sich in diesem Artikel hier.

Wer das Filmfest leider verpasst hat, kann sich die wichtigsten Momente aber nochmal anschauen.

Hier findet ihr den Stream der Eröffnungsgala und hier geht’s zur Abschlussgala, mit dem aufregenden Sinfoniekonzert.

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